Urlaub ist ja ansich eine feine Erfindung. Vor allem dann, wenn man noch wegfahren und sich so vom stressigen Alltag erholen kann. Meine bisherigen Urlaube waren da ehr anders, hatten meistens was mit viel Feiern, spät ins Bett gehen, Bier trinken und doch nur mäßig Erholung zu tun. Ich erinnere mich da an diverse Campingabenteuer, Skiurlaube und vor allem an letztes Jahr Gran Canaria.

Aber es kam alles anders und es wurde etwas, was ich durchaus als Erholungsurlaub bezeichnen würde. Montags buchen, Dienstags Prüfung und Mittwochs ging es mit TUIfly für eine Woche nach Mallorca, genauer Can Picafort. Ich war bisher noch nicht auf Malle und kannte es so nur vom Hören-Sagen von Freunden & Bekannten: Sangira, Ballermann 6, El Arenal, Cala Rajada, Oberbayern, Megapark und dicke Dinger. Bewaffnet mit diesen Schlagworten ging es also los, gemütlich ab Paderborn mit dem Abschluss in der Tasche und der Freundin an der Hand.

Wir hatten uns im Gruphotel MonteCarlo, einem drei Sterne *** Hotel eingenisstet, ca. 300 Meter vom Stand entfernt. Das Hotel war okay, die Zimmer mit Meerblick sehr ruhig und schön und das Essen war so lala. Mein Fall ist das nicht, allerdings war das Essen in den drei Sterne Hotels in Spanien noch nie so mein Fall. Das Wetter war ein mittelgroßer Traum: 7 Tage lang Sonne, keine Wolken, stets ein kühlender Wind und einen Strand, den man einfach nur als toll bezeichnen kann. Kilometerbreit, feiner Sand, 300 Meter, langsam abfallendes, türkis blaues Wasser und das ganze komplett Algen & Steinfrei. Dazu keine Quallen oder sonstiges Ungeziefer, weder am Strand noch im Hotel. Die Strandbars und Kneipen waren immer gut besucht, Fussball lief überall und Verständigungsprobleme gibt es auch nicht, da so ziemlich jeder da unten Deutsch versteht.

Da wir einen Leihwagen von Europcar hatten, haben wir nicht nur am Stand gelegen, sondern haben auch viel von der Insel gesehen, hauptsächlich die nördliche Hälfte + Palma. Insgesamt sind wir 900km mit einem chiquen Fiat Bravo 1.9 TDI mit 120PS gefahren, was durchaus Spaß gemacht hat. Das Umherfahren hat mir gezeigt, dass Mallorca ne ganze Menge mehr zu bieten hat als nur Ballermann & dicke Dinger. Man mag das kaum glauben, aber es gibt tatsächlich sehr viele schöne Flecken auf Mallorca, die man man gesehen haben sollte. Ein paar Fotos hab ich gemacht und werde sie die Tage auch noch einstellen… hier!

Da man, wenn man schonmal auf Malle ist, wenigstens einmal die Party und die d. D. erlebt haben sollte, waren wir beim Spiel Deutschland gegen Portugal in Cala Rajada im Bierbrunnen. Da aber ca. die ganze Innenstadt voller Deutschlandfans war, war es eigentlich auch egal, wo man Fussball geguckt hat, es ging nach dem Spiel sowieso NICHTS mehr, eine sagenhafte Stimmung und kaum zu bremsende Euphorie. Die ganze Stadt war einfach nur voll und wenn ich nicht gewusst hätte, dass ich in Cala Rajada bin, hätte ich gesagt: Fanmeile!

Das war aber auch der einzige Partyähnliche Abend, ansonsten blieb es meistens bei 2-3 Gläsern Sangria oder eisgekühlten Weizenbieren am Strand. Früh ins Bett gehen, locker aufstehen und frühstücken, ins Auto rein, Sighseeing oder ne stille Bucht suchen und gegen Abend wieder zurück an den Heimatstrand. Das eine Woche lang. Schööööön 🙂

Ich werde es wieder tun, allerdings diesmal kein Hotel, sondern lieber ne Finka suchen, den Leihwagen für volle 7 Tagen ab Flughafen nehmen und auf jeden Fall wieder außerhalb der Ferien fliegen.

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