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Jun
07
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Die ganzen Fratzen am Wegesrand, die jeden morgen freundlich von den Plakaten auf die Straße herunterlächeln haben es ja schon seit Wochen angekündigt: Es ist Wahl. Europawahl um genau zu sein. Aber worum es genau geht und wofür die einzelnen Panther, Tierschützer, Grauen, Grünen, Roten, Gelben, Schwarzen etc. stehen weiß man gar nicht so genau. Der eine steht für keine-heiße-Luft und für keine-Dumpinglöhne und die anderen “für Europa” und “stark auch in OWL”. Einzig bei den Grünen weiß ich – aus Gewohnheit – dass sie “gegen-Kernenergie” sind.

Keiner sagt so richtig wofür er steht. Mir fehlt überhaupt der Überblick wer für etwas ist und was in den einzelnen Parteiprogrammen enthalten ist. Ich will ja nicht alles wissen, eine Art “Europawahl für Dummies” wäre nur sehr hilfreich gewesen um sich zu orientieren. Woher soll ich wissen, dass die CDU den deutschen Markt für Ost-Europäer zugänglicher machen will und gleichzeitig die Einwanderungspolitik verschärfen will. Woher soll ich wissen, dass die SPD für ein striktes, europaweites Rauchverbot in der Gastronomie ist und sich für mehr Entscheidungen auf Bürgerebene einsetzt?

Eigentlich wollte ich deshalb nicht wählen gehen. Wer sich nicht um die Wähler kümmert oder nur mit heißer Luft wirbt, der braucht nicht auf viel Gegenliebe hoffen. Schon bei der letzten Europa-Wahl lag die Wahlbeteiligung bei nur rund 50%. Gelernt daraus hat niemand…

Letztlich bin ich doch heute morgen wählen gegangen. Staatsbürgerpflicht. Eine gute Orientierungshilfe war – mal wieder – der Wah-O-Mat der mit 38 Thesen zur Politik eine grobe Richtung vorgeben kann. Und den möchte ich euch empfehlen: www.wahlomat.de


Ich bin heute morgen bei meiner alltäglichen Rundreise durch meinen Posteingang über einen interessanten Link über die Initiative “Ein Herz für Blogs gestolpert“.

ein-herz-fuer-blogs

Bei der Initiative von StyleSpion ruft der Autor Kai zu mehr Nächstenliebe zwischen den Blogbesitzern auf. Denn wo früher in der Sidebar viele Links auf andere Blogs weilten sieht man heutzutage ehr mehr Werbung und andere Links. Mit der Initiative möchte er dazu aufrufen im eigenen Blog Werbung für andere Blogs zu machen. Bisher sind auf seinen Aufruf über 600 Rückmeldungen eingegangen und so ist eine wirklich tolle Sammlung von Blog Verknüpfungen entstanden, die es sich durchaus mal lohnt durchzuklicken.

Ich selber kann euch folgende Blogs empfehlen

  • kaliban.demach zehnder modulator – mir gefällt der Schreibstil und die Art von Gunnar der über sein Leben, seinen Beruf und die Medien schreibt.
  • joka-im-auenland.de – habe ich nicht nur abonniert, weil es das Blog meiner Schwester ist, sondern auch, weil es viele tolle Berichte und Fotos aus Neuseeland gibt

Außerdem kann ich euch noch ein paar technisch veranlagte Blogs sehr empfehlen

  • bueltge.de – immer und aktuelle Posts über meine Lieblingswebplattform WordPress. Hat eine Lösung für fast jedes Problem und eine riesen Sammlung rund um WordPress
  • Markus Kühle – mit seinen beiden Blogs über allgemeine Webthemen und zum anderen über Java.  Stets aktuelle Meldung aus der Java, Redhat, JBoss Welt in der ich selber Tag für Tag arbeite

Es ist derzeit in allen Medien, Blogs, Tweets und Munde: Die Sperrung von Kinderporno Seiten im Netz. Es ist eine gute Sache, dass etwas dagegen unternommen wird. Doch warum erst jetzt? Das Problem ist kein neues und taucht seit Jahre immer und immer wieder als mehr oder minder großes Thema auf und es wird drüber berichtet, wie schlimm das doch alles sei und – selbstverständlich – aus ist.

Doch die Zeiten haben sich geändert… es ist Wahlkampf! Da kommt den Politikern, allen voran Ursula von der Leyen, so ein Thema natürlich gerade recht. Denn wohl jeder normal denkende Mensch mit halbwegs gesundem Verstand hat eine Gesunde Haltung gegenüber diesem Thema. “Endlich tut mal jemand was dagegen” ist wohl die Message, die wohl hängen bleiben soll doch da wirft sich nicht nur bei mir die Frage auf. Was wird denn da wirklich getan?

Auch “die Kritiker” sind immer wieder in der Presse zitiert, doch so wirklich verstehen das die wenigsten, warum die angestrebte Lösung alles andere als eine solche ist. Fassen wir mal zusammen, was nun geschehen soll um die Kinderpornographie in Deutschland zu verhindern.

Das BKA bekommt die Befugniss von der Regierung so genannte Sperrlisten zu führen und diese an die Internetanbieter/Provider weiterzuleiten. Diese sollen dann die Adressen für ihre Nutzer sperren. Derzeit haben fünf große deutsche Anbieter einen Vertrag zur Durchführung der Sperrung mit dem BKA unterschrieben, sodass ~ 75% der Surfer wohl demnächst keinen Zugriff mehr auf  den Inhalt der betroffenen Seiten haben.  Stattdessen soll ein großes “STOP”-Schild eingeblendet und eine Warnung ausgegeben werden, ähnlich wie es in anderen Ländern schon der Fall ist.

Doch was nützt denn so ein Stop-Schild? Erhoffen sich die Behörden davon eine so große Abschreckung, sodass niemand mehr wagt auch nur einen Schritt weiterzugehen? In der aktuellen c’t ist im Einleitungsartikel ein passendes Beispiel genannt: Warum hängen nicht Banken ein großes “STOP, hier nicht Einbrechen” – Schild an die Türe um Bankräuber abzuhalten? Das wird ebensowenig Helfen den Porno Konsum herunterzuschrauben wie es einen Bankräuber von einer “bankrobbery” abhalten wird. weiter…


Man darf sich ja dem Neuen nicht versperren. Gerade als Mann von Welt gehört das Ausprobieren doch zum guten Ton. Also nachdem mein Twitter Start von ein paar Wochen doch ganz gut gelungen ist und der ein oder andere Following auch über #facebook schrieb, dachte ich mir, probiers mal aus.

Facebook kennt man hierzulande eigentlich kaum, obwohl das größte (?) deutsche Social Networks von diesem abstammt. Wobei “abstammt” auch nett ausgedrückt ist. Gerade in der Anfangszeit wurde dieser Plattform ein starkes Abkupfern vorgeworfen. Die Rede ist vom studiVZ & Co.  Trotzdem hat das studiVZ ja längst facebook überholt und ich kenne kaum einen der kein Profil dort vorweisen kann. Mittlerweile ist es ja sogar soweit, dass man Frauen nicht mehr nach der HandyNr. sondern nach dem Account im studiVZ fragt. Soweit ist’s schon gekommen.

Es macht ja auch Spaß sich in diesen Netzwerken zu bewegen, vor allem dann, wenn man schon einen gewissen Freundeskreis aufgebaut hat. Wer hat was gemacht, in welche Gruppen ist mein Nachbar drin und wo hat sich der XYZ am Wochenende herumgetrieben. WWW machts möglich und bietet ganz locker die Möglichkeit über große Distanzen irgendwie eng miteinander verbunden zu sein. Es macht Spaß sich Profile von Fremden anzuschauen, einfach nur weil man es kann und auch durch die Alben anderer Leute zu streifen. Die sind auf Anhieb interessanter, multikultureller und unzensierter als es alle anderen Seiten einschließlich dieser hier je sein können. weiter…


Es ist schon ein komischer Laden, diese Bundeswehr. Was habe ich mich in den letzten zwei Monaten damit rumschlagen müssen und doch das hat nun alles ein Ende. Die Bundeswehr will mich nicht, “nicht wehrdiensttauglich” heißt es lapidar in dem formlosen auf Umweltpapier gedrucktem Brief.

Der erste Feindkontakt ist dabei schon über 6 Jahre her, damals noch bei der Musterung in Detmold. Ich war jung und wusste noch nicht in welche Richtung es gehen würde. Ich ließ mich mustern und verschwieg meine Knochenleiden im Sprunggelenk und Knie. Der Wehrdienstberater begrüßte mich mit einem “herzlichen Glückwunsch, T2″ und offenbarte mir meine Perspektiven. Zum Heer sollte ich, könnte aber auch zur Marine, doch Hubschrauber fliegen und UBoot fahren sei nicht drin. “Wir melden uns dann bei ihnen.”

Das Abi ging um und glücklicherweise ging es gleich mit der Ausbildung weiter. Kurz darauf meldeten Sie sich wieder. Mittlerweile hatte ich schon erkannt, dass die Bundeswehr nicht so mein Ding ist. Irgendwie sind es doch irgendwo 9 verschwendete Monate für nichts un wieder nichts. “Klar” mag der deine sagen, “aber die Erfahrungen, die man sammelt, sind was fürs Leben. ” womit der eine auch wahrscheinlich nicht so unrecht hat. Trotzdem. Ich will nicht zum Bund. Schon gar nicht, wenn nicht jeder muss und sich jeder Hans & Franz drücken kann. Ich will auch einer von den Drückebergern sein. Die Ausbildung rettete mich indes schonmal vor dem nächsten Brief vom Kreiswehrersatzamt. Ausbildung geht schließlich vor, dass weiß auch das KWEA. weiter…