Und dann ging es wieder los… wie die Höhner es schon singe, so war es dieses Wochenende. Allemann rinn inn das KFZ und die paar hundert Kilometer rüber in die Welthauptstadt des einzig, wahren, wirklich großartigen Karnevals: Colonia.

Markus & Marcus habens wieder rausgehauen: “kumm loss me fiere zsammen”! “Weil mir Kölsche sin”! Los ging die torTour am frühen Samstag morgen aus der stark verschneiten, kaum erreichbaren und doch für alle hartgesottenen Jecken kein Ziel was nicht weit genug, nicht hoch genug und nicht verschneit genug ist um mitzufahren. Aus Bosseborn. Mit dem Bus. Nach Köln.

Mit an Board dieses mal genügend Reservcen Früh-Kölsch, Kostüme und gute Laune. So ging die Hinfahrt doch in gewohnter Weise mit lauter Karnevalsbeschallung im zügigen Tempo trotz einiger PP’s schnell rum. Von unserer bekannten Herberge in Kölle Kalk ging es dann nach kurzer Verschnauf und Frischmachpause weiter Richtung Epizentrum in Mitten von Köln. Erstmal zu einer richtigen Stärkung in der Malzmühle wo es – nein Tasso, kein Rotkohl – eine deftige Mahlzeit gab die uns für den drohenden offenen Vollzug im Gürzenich Rückhalt geben musste.

Im Gürzenich gab es dann die gewohnte super Stimmung mit all den bekannten Bands aus Funk & Fernsehen. Ich kann se eh nicht auseinander halten, aber wir konnten alle Lieder (mit Ausnahme von unserem Müllmann). Der Abend verlief bei gefühlten zich hunderten Kölsch locker weg und viel zu schnell kam auch schon die Stunde der Heimreise. Es ist jedes Jahr das selbe mit der Zeit… der schöne Teil ist einfach zu schnell vorbei.

Nach einer Nacht im absoluten Tiefschlaf und einem Frühstück mit drei Tellern Rührei rotierte der Bus schon wieder um die Vollschüttung zu vollenden. Nach dem wir letztes Jahr wegen des Ovenhauser Karnevals Jubiläums-Zochs auf den Besuch in der Kulisse verzichten mussten ging es dafür dieses Jahr mit doppelten Elan an die Sache. Wir tranken Kölsch, wir sangen Lieder, wir tanzten, erzählten dummes Zeug und schwupp saßen wir um 17 Uhr wieder Richtung Heimat im Bus und gaben uns entweder den Rest oder schliefen tief und fest.

Zu Dokumentationszwecken und für die Aufrechterhaltung der Tradition und nicht zuletzt als Beweismittel habe ich Fotos gemacht in die verwaiste Galerie gestellt. Ihr kennt den Weg sicher noch. Heinis Bilder haben ihren Weg auch bereits hinein gefunden.


Am Ende des Jahres ist es doch etwas ruhiger geworden und die meiste Arbeit bis hier her ist erledigt. Irgendwie ist es ein komisches Gefühl, wenn man auf einmal wieder Zeit hat im Bett zu liegen und in die Glotze zu schauen, oder die letzten vier Ausgaben seines neuen Zeitschriftenabos durchzublättern. Es ist sogar Zeit mal hier vorbei zuschauen um mal wieder feststellen zu müssen, dass der letzte Artikel ganze drei Monate her ist.

Es gibt keine Themen. Es mangelt an Geschichten. Es fehlt die Lust und meistens auch die Zeit. Auch ist die Notwendigkeit einer lokalen Partyseite mit Fotos und Terminen überhaupt nicht mehr gegeben. Jeder hat mittlerweile seine eigene Plattform, ob bei Facebook, MySpace oder im VZ macht da keinen Unterschied. Nachrichten verschicken, Event pronouncen, Fotos veröffentlichen und seine Freunde jederzeit über den letzten Fliegenschiss informieren. Ist doch irgendwie auch cooler als immer nur Mitleser, Mitgucker und Mitschreiber zu sein. Und letztlich kann man immer noch selber bestimmen, wer was von einem zu sehen oder zu lesen bekommt – sofern man den sein Profil schützt.

Die Seite hier ist derzeit das aktuelle Gegenteil von dem, was ein Blog eigentlich sein sollte. Es gibt keine neuen Inhalte, keine neue Links, keine Diskussion und anscheinend nichts warum Besucher wiederkehren sollten. Normalerweise müsste ich die Tür abschließen und das “geschlossen” Schild aufhängen. Schluss. Ende. Der letzte macht das Licht aus. Aber der Blick auf die Besucherstatistik verrät mir, dass es immer noch konstant über 100 Besucher pro Tag gibt, die hier irgendwas suchen und auch finden. Deswegen würde auf dem Schild auf ehr der Text “Hier gehts zur Party-Nostalgie-Galerie” gehen stehen, denn das ist wirklich was, warum jeder gerne wieder kommt … und das freut den phreak.

Im diesen Sinne. Frohes Fest. Guten Rutsch. Ein paar ruhige Tage. Viele Geschenke. Gesundheit, Glück und Heiterkeit. Wir sehen uns in 2010.